11.10.2026

Forschungsförderung durch die DFG

Die wissenschaftliche Arbeit "Untersuchung des Zusammenhangs zwischen präoperativem glymphatischem Transport und der Schwere der Symptome des postoperativen Delirs" von Dr. Rachel Lenz wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG: NU 487/6-1) gefördert.
Dr. Rachel Lenz
Dr. Rachel Lenz

Ein postoperatives Delir (POD) ist eine häufige Komplikation bei älteren Patientinnen und Patienten nach einer Operation und äußert sich unter anderem durch Störungen von Aufmerksamkeit und Wachheit. Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligtes Forschungsprojekt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin untersucht nun, ob das glymphatische System, ein kürzlich entdecktes Abtransportsystem des Gehirns, zur Entstehung eines postoperativen Delirs beiträgt. Mithilfe multimodaler MRT-Messungen soll bereits vor der Operation ein möglicher Risikofaktor erfasst und geprüft werden, ob dieser die Schwere späterer Delir-Symptome vorhersagen kann. Zusätzlich wird untersucht, ob die aperiodische neuronale Aktivität als potenzieller, klinisch zugänglicher Marker für den glymphatischen Transport dienen könnte. Ziel ist es, die Mechanismen des postoperativen Delirs besser zu verstehen und langfristig neue Möglichkeiten zur frühzeitigen Erkennung gefährdeter Patientinnen und Patienten zu eröffnen.